München, 10. März 2020. Anknüpfend an die Auftaktveranstaltung im vergangenen Oktober fand nun der 1. Workshop des Corporate Digital Responsibility-Labs (kurz: CDR-Lab) am ZD.B in Garching statt. Angeleitet durch die Münchner Beratung dimension2 entwickelten Unternehmensvertreter*innen aus verschiedensten Branchen konkrete Projektideen zur Operationalisierung von CDR. Unterstützt wird das CDR-Lab von der Themenplattform Verbraucherbelange des ZD.B.

Nachdem im Rahmen der Auftaktveranstaltung am 15. Oktober 2019 bereits die Weichen gestellt und die wesentlichen Chancen und Herausforderungen hinsichtlich der digitalen Verantwortung von Unternehmen herausgearbeitet wurden, trafen nun in einem ersten Workshop fünf Vertreter*innen unterschiedlicher Unternehmen und Branchen – u. a. aus den Bereichen Finanzdienstleistung, Versandhandel und IT – zusammen, um gemeinsame Projektideen zur konkreten Implementierung von CDR im Unternehmen zu ermitteln.

Bevor es zur Diskussion einzelner Umsetzungsvorschläge kam, hatte jedes der teilnehmenden Unternehmen die Gelegenheit, sich den anderen vorzustellen und über den aktuellen Status der jeweils unternehmensspezifischen CDR-Strategie und -Maßnahmen zu berichten. Informiert wurde zudem über weitere CDR-Initiativen, -Mitstreiter und -Beispiele wie das umfassende „CDR-Playbook“ von Oliver Merx. Dominik Golle, Koordinator der Themenplattform Verbraucherbelange am ZD.B, verwies zudem auf die von der Themenplattform in Auftrag gegebene Entwicklung eines sogenannten „Data Process Modellers“ – einem Tool, mit dem Unternehmen anschaulich visuell darstellen können, welche personenbezogenen Daten sie zu welchen Zwecken verarbeiten. Die Software wird Unternehmen zum Ende diesen Jahres frei zur Verfügung gestellt.

Ziel des Workshops war es, gemeinsame Projektideen zu identifizieren und deren Umsetzungsmöglichkeiten auszuloten. In einem Brainstormingprozess waren die Teilnehmer*innen dazu aufgerufen, sich Gedanken zu CDR-relevanten Themen und Handlungsfeldern zu machen. Im Plenum bestand anschließend die Möglichkeit, sämtliche Ideen vorzustellen und zu diskutieren. In einem weiteren Schritt wurden die gesammelten Ideen priorisiert und schließlich in Kategorien eingeteilt.

Es ergaben sich wesentlich vier Projektideen:

  • Entwicklung eines unternehmensinternen Schulungskonzeptes zum Thema „Datenethik“
  • Integration von datenethischen Aspekten in den Entwicklungs-/Auswahlprozess
  • Bewertung von (künftig erwartbaren) Zertifizierungen und Standards
  • Schaffung von Transparenz durch Datencockpits, Privacy Dashboards und ähnliche Tools

In einem weiteren Workshop im zweiten Quartal diesen Jahres sollen die genannten Projektideen konkretisiert und ihre Umsetzung vorbereitet werden.

Das CDR-Lab wird durchgeführt von der dimension2 economics & philosophy consult GmbH, einer Münchner Beratung, die Unternehmen sowie öffentliche Einrichtungen und Verbände dabei unterstützt, digitale Verantwortung zu übernehmen und konkrete CDR-Maßnahmen zu implementieren. Die Themenplattform Verbraucherbelange des ZD.B ist als Sponsor des CDR-Labs tätig und stellte für den 1. Workshop Räumlichkeiten zur Verfügung.

Die Folien zum Workshop sowie das „CDR-Playbook“ finden Sie hier zum Download:

CDR-Lab 1. Workshop
CDR-Playbook von Oliver Merx

Weitere Information zum Thema „Corporate Digital Responsibility“ haben wir hier für Sie zusammengefasst.