05. März 2020

Anfang März war es wieder so weit: Die Themenplattform Smart Cities and Regions des Zentrum Digitalisierung.Bayern veranstaltete zum zweiten Mal ihr Netzwerktreffen. Über 80 Vertreter der Kommunen, Unternehmen und Wissenschaft fanden sich in der Altstadt von Nürnberg ein um sich zum Thema zu informieren, auszutauschen und daran zu arbeiten Städte und Regionen in Bayern, mit Hilfe der Digitalisierung, lebenswerter zu machen.

Es begrüßten der Koodinator der Themenplattform Willi Steincke und deren Sprecher Klaus Illigmann, LH-München die anwesenden Gäste.

Input: Willi Steincke Aktueller Stand der TP Smart Cities and Regions

Der TP-Koordinator Willli Steincke gab nach der Begrüßung einen kurzen Überblick, welche Aktivitäten während des letzten Treffens im September 2019 innerhalb der Themenplattform durchgeführt wurden bzw. aktuell durchgeführt werden und erklärte, dass auch dieses 2. Treffen bewusst so konzipiert wurde, damit das Kennenlernen und der Austausch zwischen den Anwesenden aus Wirtschaft, Wissenschaft, Kommunen und sonstigen engagierten Akteuren im Mittelpunkt stand.

Input: Jan Kreuter, Tschechisch-Bayerisches Smart Regions Netzwerk

Als nächstes führte der tschechische Konsul Jan Kreuter in seinem Impulsvortrag die bisherigen und geplanten Aktivitäten des 2019 gegründeten Tschechisch-Bayerischen Smart Regions Netzwerks auf. Im Mittelpunkt seiner Ausführungen stand die Zielsetzung des Netzwerks, die Zusammensetzung der Gründungsmitglieder sowie ein Ausblick auf die beiden geplanten Delegationsreisen und potenzielle Projektinhalte.

Input: Thomas Reukauf und Dr. Madlen Müller-Wuttke, BMI-Projekt Haßfurt

Was macht die Stadt Haßfurt als einer der BMI-Gewinner konkret? Zu dieser Fragestellung erklärte Herr Thomas Reukauf (Habbel UG), einer der Netzwerkpartner in Haßfurt zum Einstieg den grundsätzlichen Ansatz in der Stadt. Unter der Mission „Haßfurt – Smart Green City“ kann die Stadt bereits heute auf zahlreiche Erfolge im Handlungsfeld Energie verweisen. Sie waren z.B. deutschlandweit die erste Kommune, die flächendeckend Smart Meter einsetzten. D.h. sie verfügen bereits jetzt über umfangreiche Nutzerdaten in diesem Bereich. Sie wollen sich, kofinaziert durch die BMI-Fördermittel, zu einer smarten Stadt weiterentwickeln, und aufzeigen wie Digitalisierung in der Stadtentwicklung umgesetzt werden kann.

Anschließend ergänzte Frau Dr. Madlen Müller-Wuttke, CDO der Stadt Haßfurt die geplante Vorgehensweise und stellte konkrete Umsetzungsprojekte in der Konzeptionsphase (bis Ende 2020) vor. Zentrales Leitbild in Haßfurt ist „Der Mensch steht im Mittelpunkt“. In zahlreichen Arbeitsgruppen zu unterschiedlichsten Handlungsfeldern sollen konkrete Projekte entstehen. Zum Abschluss gab sie zu zwei konkreten Projektideen eine ausführlichere Beschreibung.

Input: Christoph Wiedekind, BMI-Projekt LK-Wunsiedel „Smartes Fichtelgebierge“

Unter diesem Titel präsentierte Herr Wiedekind, Projektleiter des BMI-Förderprojekts des Landkreises Wunsiedel die konzeptionellen Überlegungen des Landkreises für die nächsten Jahre. Im Mittelpunkt seiner Beschreibung stand die Fortschreibung des Kreisentwicklungskonzepts und die Bestandteile des Modellprojekts in der 1,5-jährigen Konzeptphase in den einzelnen Handlungsfeldern.

Input: Olaf-Gerd Gemein, Open-Source Lösungen von FIWARE

Das umfangreiche Open-Source-Portfolio der FIWARE Foundation stellte Herr Olaf-Gerd Gemein vor. FIREWARE versteht sich als Plattform, welche als gemeinnützige Stiftung, für ein breites Spektrum Open-Source-Lösungen anbietet. FIWARE bündelt u.a.Lösungen im Bereich Smart Cities and Regions und ist in internationalen Standardisierungs-Aktivitäten involviert. FIWARE will dieses Know-how interessierten Gebietskörperschaften und regionalen Akteuren näherbringen.

Input: Kimberley Parson Trommler, StMD-Wettbewerb “Kommunal? Digital!”

Das Bayerische Digitalisierungsministerium startet im Sommer 2020 mit einem Smart City/Smart Regions – Wettbewerb. Insgesamt 10 Gebietskörperschaften sollen ausgewählt werden, um ihre innovativen Projektideen umzusetzen. Insgesamt stehen für diese 10 Projekte 5 Mio € Fördermittel zur Verfügung.

Nach einem Großteil der Inputs wurde es dann interaktiv. Der erste SCR-Austausch galt den Akteuren aus den 7 Regierungsbezirken

In der ersten Austauschrunde sollten sich die anwesenden Teilnehmer in die sieben bayerischen Regierungsbezirken zusammensetzen, in denen Sie hauptsächlich tätig sind. In Vorbereitung auf die geplante SCR Roadshow wurden in 7 parallel stattfindenden Arbeitsgruppen u.a. relevante Akteure gesammelt. Ferner untersuchten die Teilnehmer in ihrem Regierungsbezirk, welche unterschiedlichen Raumtypen vorhanden sind, um aufzuzeigen, dass ggf. gänzlich unterschiedliche strategische Digitalisierungsansätze entwickelt werden müssen. Eine erste Sammlung möglicher Projektideen für den jeweiligen Regierungsbezirk war die dritte Aufgabe in den Arbeitsgruppen.

Input: Dr. Andreas Donaubauer, SDDI-Konzept

Was bedeutet SDDI? Welche Einsatzgebiete gibt es für geobasierte Digitale Zwillinge? Wo gibt es bereits konkrete Anwendungsbeispiele? Zu all diesen Fragen gab Herr Dr. Donaubauer, TU-München – Geoinformatik, konkrete Informationen. Herr Steincke ergänzte zum Schluss des Vortrages in welchen SDDI-Modellregionen dieser Ansatz in 2020 wie im Einzelnen umgesetzt werden soll.

SCR-Austausch II: Akteure in den 16 Handlungsfeldern

In der zweiten Austauschrunde sollten sich die Teilnehmer den 16 Smart Cities and Regions Handlungsfeldern zuordnen und ihre jeweiligen Interessen konkretisieren. Will ich z.B. ein Projekt starten, Kooperationspartner finden, eine innovative Idee entwickeln oder meine/unsere Dienstleistung positionieren? Ebenfalls sollten mögliche Überlappungen zu anderen Handlungsfeldern gefunden und dokumentiert werden.

Erstes SCR-Arbeitsgruppen-Treffen (5 Themen / AG´s parallel)

Beim ersten NW-Treffen in 2019 wurden von den anwesenden Teilnehmern Interessen und Wünsche abgefragt. Die umfangreichen Ergebnisse der ca. 120 Teilnehmer wurden zu Themengruppen geclustert und auf unserer Kommunikationsplattform (zdb.netz.bayern) fünf Arbeitsgruppen eingerichtet.
Damit diese Online-Arbeitsgruppen ihre Arbeit aufnehmen können, sollten die Teilnehmer durch ein erstes Präsenztreffen dazu angeregt werden, die Arbeit in den fünf Online-AG´s zu konkretisieren und möglichst ein Moderator der Arbeitsgruppe gefunden werden.

Schlusspräsentation / Ausblick 2020

Am Ende der Veranstaltung gab Herr Willi Steincke einen Ausblick auf die geplanten Aktivitäten der Themenplattform in 2020 und verwies auf das nächste und  3. Netzwerktreffen am 24.9.2020 in München.

Den ganzen Nachbericht finden Sie hier.