München, 27.05.19

Im Rahmen der Veranstaltung „Digitalisierung in Bayern – Chancen nutzen“ fand am 27.05.2019 die Würdigung von Professor
Dr. Dr. h.c. Manfred Broy, ZD.B-Gründungspräsident, im Bayerischen Ministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie statt.
150 führende Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und zivilgesellschaftlicher Gruppen folgten der Einladung von Hubert Aiwanger, Bayerischer Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie und Bernd Sibler, Bayerischer Staatsminister für Wissenschaft und Kunst.

Das Konzept ZD.B hat sich bewährt

Das Zentrum Digitalisierung.Bayern (ZD.B) hat sich als wesentlicher Bestandteil der Gesamtstrategie Bayern Digital etabliert. Das Konzept der Themenplattformen als Schnittstelle von Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung für innovative Veranstaltungen und Projekte hat sich bewährt. Ursprünglich mit dem Wirtschafts-, Wissenschafts- und Finanzministerium gestartet, wurde die Kooperation um Themenplattformen aus dem Arbeits-, Landwirtschafts- und Umwelt-/Verbraucherschutzministerium erweitert.

Digitalisierung in aller Munde – was braucht man dafür?

Frau Professorin Eckert, Vorsitzende des ZD.B-Koordinierungskreises und Dr. Holger Wittges, ZD.B-Geschäftsführer moderierten die Veranstaltung. Herr Wittges hob die fachliche Expertise, Ausdauer und Führungskompetenz hervor, die Professor Broy in den Aufbau des Staatsbetriebes ZD.B eingebracht hatte. Frau Eckert ging auf die Herausforderungen ein, die mit der fortschreitenden Digitalisierung auf Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und auf die Gesellschaft einstürmen. Für sie vereint Professor Broy die vielfältigen Kompetenzen, die erforderlich sind, das Thema Digitalisierung verantwortlich und zukunftssicher zu gestalten, in beispielloser Ausprägung: Neben dem exzellenten Wissenschaftler, der die richtigen Fragen stellen und Lösungen beurteilen kann, entwickelte Herr Broy als Visionär auch ein Konzept, wie das Thema Digitalisierung in der Breite der Gesellschaft und bei Unternehmen ankommen kann. Als „Politikversteher“ ist er in der Lage, diese einzubeziehen, so dass die richtigen Weichenstellungen erfolgen und als Kommunikator und Netzwerker schafft er es, alle relevanten Kräfte an Bord zu holen und dazu zu bringen, am gleichen Strang zu ziehen: Herr Prof. Broy war damit die perfekte Wahl für das Amt des Gründungspräsidenten.

Herausragender Forscher, Organisator und Ideengeber

Im ersten Grußwort von Roland Weigert, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie wurde sehr deutlich, wie eng der erfolgreiche Start des Zentrums Digitalisierung.Bayern mit der Persönlichkeit von Professor Broy verknüpft ist. „Das außerordentlich große Netzwerk von Professor Broy in der bayerische Wirtschaft hat dazu beigetragen, dass sich Unternehmen engagiert in die Arbeit und Projekte der Themenplattformen einbringen. Ohne ihn wäre das ZD.B heute nicht so vorbildlich aufgestellt. Es ist außerordentlich gut vernetzt und in hohem Maß vom regen Austausch der verschiedenen Disziplinen geprägt. Es ist ein einzigartiger Impulsgeber für Innovationen. Das ZD.B hat sich als eine Institution mit einzigartigem Profil etabliert. Diesen Ruf genießt es sowohl im Freistaat, als auch weit darüber hinaus. Wir freuen uns, dass Dr. Wittges, der die Aufbauphase mit Professor Broy gestaltet hat, diese Arbeit fortsetzen wird.“

Wissenschaftsminister Bernd Sibler würdigte Professor Manfred Broy zusätzlich als „herausragenden Forscher, Organisator und Ideengeber“. Der Minister betonte ebenfalls: „Die beachtliche Entwicklung des ZD.B ist aufs Engste verbunden mit Professor Broy. In den vergangenen fünf Jahren hat er maßgeblich dazu beigetragen, diese deutschlandweit einzigartige Plattform zu schaffen: Forschungskompetenzen aus ganz Bayern fließen hier zusammen, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur tauschen sich hier unmittelbar zu Schlüsselthemen der Digitalisierung aus. Zahlreiche Maßnahmen im Rahmen des ZD.B. bieten unserem wissenschaftlichen Nachwuchs ein vielseitiges und attraktives Angebot. Zudem hat der Freistaat Bayern im Rahmen des ZD.B insgesamt 20 Professuren an Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften dauerhaft eingerichtet. Als wissenschaftlicher Geschäftsführer hat Professor Broy das ZD.B und damit auch den Fortschritt der Digitalisierung in Bayern entscheidend mitgestaltet.“
Am 30. April 2019 endete die Tätigkeit von Professor Broy als wissenschaftlicher Geschäftsführer der ZD.B-Geschäftsstelle. Für sein Wirken als Geschäftsführer und Gründungspräsident dankt ihm die Staatsregierung sehr herzlich.

Positive Evaluierung hervorragende Grundlage für Weiterentwicklung und Ausbau des ZD.B

Zum Einstieg seines Rückblickes machte Prof. Broy deutlich, dass er die Digitalisierung als mächtige Herausforderung für Bayerns wirtschaftliche Entwicklung sieht. Denn derzeit sind von den weltweit 10 wertvollsten Unternehmen fünf aus den USA und zwei aus China – vor 10 Jahren war noch keines dieser Unternehmen dort zu finden. Essentiell ist also eine nachhaltige Entwicklung der Digitalisierung in Bayern. Dabei handelt es sich bei der Digitalisierung natürlich um kein Phänomen, welches ein Freistaat beeinflussen kann. Aber er kann Rahmenbedingungen für eine Entwicklung setzen – auch auf Basis unserer Wertvorstellungen. Herr Broy stellte fest, dass derzeit von der Politik auf Landes- aber vor allem auf Bundes und EU-Ebene für die Bevölkerung noch kein konkretes Zukunftsbild präsentiert wird, wie die Gesellschaft in Zeiten der Digitalisierung aussehen wird. Dies wird jedoch dringend benötigt. Strategien wie BAYERN DIGITAL sind hierfür unerlässlich und müssen konsequent fortgeschrieben werden: „Stillstand ist Rückschritt.“ Besondere Beachtung sollten aus Sicht von Professor Broy die Digitalisierung in den Bereichen Wissenschaft, Forschung und Lehre erhalten. Denn bei der Digitalisierung kommt es vor allem auf die Menschen an und dabei gilt insbesondere junge Menschen zu begeistern, damit es auch weiterhin qualifizierten Nachwuchs gibt.
„Ich freue mich, dass die Gründungsphase des ZD.B erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Die positive Evaluierung ist eine hervorragende Grundlage für die Weiterentwicklung des Themas und den entschlossenen Ausbau des ZD.B mit seinen drei Säulen Wirtschaft, Wissenschaft und Gründungsförderung. Die Geschwindigkeit und Wucht der Digitalisierung ist sprichwörtlich und erfordert schnelles und entschlossenes Handeln.“
Ein besonderer Dank ging an Dr. Wittges, der mit ihm gemeinsam überaus engagiert die wichtigen Themen vorangetrieben hat und das gesamte ZD.B-Team, welches mit viel Kompetenz, Engagement und Freude sein Wirken unterstützte.

Chancen der Digitalisierung

In seiner Keynote führte Prof. Dr. Dr. h.c. mult. A.-W. Scheer anhand einer Reise mit 10 Stationen von “Wie findet man ein digitales Geschäftsmodell?“ bis „Wie kann der Staat helfen?“ durch die Chancen der Digitalisierung und beleuchtete dabei ebenso anschaulich wie fundiert die damit eingehenden Herausforderungen. Als besondere Herausforderung identifizierte er die Thematik der Aus- und beruflichen Weiterbildung.
Dabei bestätigte er Professor Broys Ansicht, dass es in der Digitalisierung vor allem um die Menschen gehe. Zum Abschluss seiner Rede wünschte sich Professor Scheer von der Politik: Mit gutem Beispiel voran zu gehen (z.B. eGov), Forschungsförderung, Ausbildungsförderung, Infrastruktur bereitzustellen, großzügige rechtliche Rahmenbedingungen, Start-up Förderung sowie die Bereitstellung von Referenzanwendungen.

Auftrag von Prof. Broy zu 100% erfüllt

Dr. Holger Wittges stellte Professor Broy zum Abschluss die Frage „Hat sich Ihr Einsatz für Bayern gelohnt?“ und beantworte diese selbst mit den Worten von Professor Wahlster vom DFKI, der zum Abschluss der Evaluierung am 8.1.2019 vor den anwesenden Gutachtern und Ministeriumsvertretern im ZD.B ausführte: „Bayern kann sich glücklich schätzen, mit Professor Broy einen überaus renommierten Wissenschaftler für das Zentrum Digitalisierung.Bayern gewonnen zu haben. Den Auftrag der Gründungsphase haben er und sein Team zu 100% erfüllt.“ Frau Professorin Eckert ergänzte „Das kann ich nur als ein klares ‚Ja‘ verstehen. Ich hoffe, dass Sie in Ihrer Funktion als Gründungspräsident Ihrem ZD.B weiter verbunden bleiben“. Dem Wunsch stimmte Professor Broy gerne zu.
Der anschließende Umtrunk wurde noch sehr rege für einen intensiven Austausch aller Weggefährten mit Professor Broy und dem ZD.B-Team genutzt.

Quelle: Zentrum Digitalisierung.Bayern, Video: Bayerischen Staatsregierung, Fotos: Lukas Barth