Berlin, 22. März 2019.

Wie muss ein zukünftiger digitaler Energiemarkt aussehen, um Potenziale für Effizienz und Innovation bestmöglich zu realisieren? Mit der Leitstudie „Digitale Echtzeit-Energiewirtschaft“ legte unsere innovative Ideenfabrik European Energy Lab 2030 am 22.3. unter anderem Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier, dem niederländischen Wirtschafts- und Klimaminister Eric Wiebes und dem bayerischen Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger ein marktwirtschaftliches Zielmodell für eine Energiewirtschaft vor, in der Millionen von Geräten in hoher Frequenz interagieren können. Energiemärkte werden so liquider und effizienter, während sich gleichzeitig die Versorgungssicherheit erhöht.

Die Energiewende soll ein Treiber für die Märkte und für Innovationen sein.

Das European Energy Lab 2030 (#elab2030) hat darum im Vorfeld der Studie seit April 2018 mit 50 ausgewählten Experten in Stationen in München, Berlin, Wien und Brüssel Ideen und Konzepte entwickelt  – Ergebnis ist die vorliegende Studie.

Das #elab2030 ist eine Aktivität, die die ZD.B Themenplattform Digitalisierung im Energiebereich als Kernpartner ins Leben gerufen hat.

Mit der Studie benennt das European Energy Lab 2030 Bausteine und Stellschrauben für eine digitale, innovative Energiewirtschaft und gibt der Politik klare Handlungsempfehlungen an die Hand. Wir freuen uns, jetzt gemeinsam mit der Bundes-, Europa- und Landespolitik an den Konzepten für das Energiesystem der Zukunft zu arbeiten!

Prof. Dr. Dr. h.c. Manfred Broy betont in seinem Vorwort:

“Ein innovativer Energiesektor bildet eine unverzichtbare Grundlage für den Erfolg der europäischen Volkswirtschaft. Doch ist uns allen klar:
Das Rahmenwerk für einen zukunftsfähigen, digitalen und innovationssicheren Energiemarkt ist noch nicht geschaffen. Eine viel stärkere Öffnung und eine offene Interaktion zwischen den unterschiedlichen Akteuren aus verschiedenen Domänen
muss das Ziel dieses Rahmens sein.

Das European Energy Lab 2030 bietet hierfür ein Konzept:
Eine innovative Denkfabrik und Lernreise, auf der verschiedene Akteure, die normalerweise nie aufeinandertreffen, mit Themen der Energiewende und der Energiepolitik konfrontiert werden, eine intensive Hinwendung zu den Themen der Digitalisierung und ein Fortdenken der Zukunft Europas, mit dem Motto:

„Digitalisierung ist eine Reise, kein Ziel“.

Die Reise des European Energy Lab 2030 wurde im April 2018 im Herzen der Digitalisierung in München gestartet. Die Politik ist nun gefordert, diese Reise zu begleiten und die dabei gewonnenen Einsichten und Ergebnisse konsequent umzusetzen.”

Die Leitstudie zur Leitstudie “Digitale Echtzeit-Energiewirtschaft – Bausteine für ein marktwirtschaftliches Zielmodell” wurde im Rahmen der 17. Klausurtagung Energie- und Umweltpolitik vorgestellt.

Sie ist unter http://www.energylab2030.eu/ verfügbar.

“Das gemeinsame Fundament dieser Ansätze”, betont der Generalsekretär des Wirtschaftsrats Wolfgang Steiger, “ist dabei Europa! Das ist immer wieder grundlegend. Die Zukunft unseres Industriestandorts Deutschland hängt davon ab, dass dieses Projekt gelingt.”

Staatsminister Hubert Aiwanger äußert in seinem Statement zum European Energy Lab 2030:

Energiewende ist für Bayern eine Herausforderung, aber auch Chance. Mehr Wertshöpfung vor Ort, Reduzierung der CO2-Emmissionen und bezahlbare Energiepreise sind kein genereller Widerspruch, sondern unser Ziel. Für eine erfolgreiche Energiewende setzen wir auf die Digitalisierung aller Sektoren und die Schaffung geeigneter Rahmenbedingungen. Ich freue mich deshalb schon sehr auf die Ergebnisse, die das European Energy Lab 2030 dazu liefern wird.

“Mein Ziel ist es, in der Energiewende voranzukommen”, erklärt Peter Altmaier. “Wir müssen aufholen und den Klimaschutz so organisieren, dass er wettbewerbsfähig bleibt.” Nur so kann die Energiewende gelingen und alle zum Mitmachen motivieren.

Zur Studie des European Energy Lab 2030 sagt Altmaier:

Diesen Schwung aus Berlin nehmen wir sehr gerne mit und freuen uns, jetzt gemeinsam mit der Bundes-, Europa- und Landespolitik die nächsten Schritte anzugehen und gemeinsam an einem Konzept für das Energiesystem der Zukunft zu arbeiten!

Bei weiteren Informationen zum European Energy Lab 2030 und zur Leitstudie wenden Sie sich bitte an
Maximilian Irlbeck
Mitglied des Kernteams des European Energy Lab 2030 und Koordinator der Themenplattform “Digitalisierung im Energiebereich”.