Digital-Gipfel 2018: Künstliche Intelligenz in Bayern – erforschen, anwenden, vermitteln

Nürnberg, 3. Dezember 2018. Wo steht Bayern in der KI Forschung? Wie sieht die Anwendung und Akzeptanz von KI Technologien aus? Diese Themen wurden in den Fokus der Veranstaltung des Freistaats Bayern gestellt, die vom Bayerischen Ministerium für Digitalisierung und dem Zentrum Digitalisierung.Bayern (ZD.B) organisiert wurde.

Frau Staatsministerin Judith Gerlach, hochkarätige WissenschaftlerInnen und UnternehmerInnen sind sich einig: Kooperationen sind ein wichtiger Schlüssel. Prof. Harhoff plädiert dafür, den Transfer von der Wissenschaft und Forschung in die Anwendung zu stärken. Neben einer dringend erforderlichen Förderung der KI-Forschung, „brauchen wir Kooperationen“, so Harhoff. Die Investition in Ökosysteme, bestehend aus Start-ups, KMU, Großunternehmen und Wissenschaft in regionaler Nähe sind für ihn ein wesentlicher Faktor. Prof. Haddadin sieht als eine der wesentlichen Herausforderungen der KI-Forschung, „in die physische Welt zu gehen“ und feinfühlige Roboterassistenten mit Tastsinn zu entwickeln, die in der Lage sind, sicher mit der Umgebung zu interagieren. „Künstliche Intelligenz in einem Körper ist plötzlich möglich“, erklärt Prof. Haddadin an zukunftsträchtigen Beispielen, die sich den großen Themen der Gesellschaft widmen, wie die Zukunft der Gesundheit, der Arbeit und der Mobilität. Erleichterungen und Unterstützung durch Assistenzsysteme werden unsere Zukunft gestalten.

In diese digitale Zukunft investiert das Bayerische Staatsministerium für Digitales und hat dazu eine KI Strategie entwickelt, auf die Staatsministerin Judith Gerlach eingegangen ist: Ein Kompetenzzentrum, 280 Millionen Euro finanzielle Mittel sowie 95 neue Stellen an Hochschulen und Forschungseinrichtungen sollen das Know-how nach Bayern holen, um KI Themen voranzutreiben. Ebenso ist es der Staatsministerin wichtig, die Bürger mitzunehmen, um Akzeptanz für KI Technologien zu schaffen.

Den Punkt der Akzeptanz von KI durch die Gesellschaft beleuchteten der Philosoph und Sprecher der ZD.B Themenplattform Bildung Wissenschaft und Kultur Prof. Nida-Rümelin, die Personalvorständin Julia Bangerth und Prof. Gottwald aus Sicht des Vorsitzenden der Verbraucherkommission Bayern. Alle drei appellieren, keine Angst vor KI Technologien zu schüren, sondern sie als sinnvolle Ergänzung im Berufsleben wie im Alltag zu betrachten. KI Technologien ersetzen nicht die menschliche Intelligenz, sie unterstützen. Rechtliche und politische Rahmenbedingungen sind erforderlich, damit Verbraucher geschützt sind. Mit der KI haben wir viele Chancen bei der immer auch die ethische Verantwortung berücksichtigt werden muss.

Von |2019-01-07T12:24:58+00:0005.12.2018|