Digitalisierung im Energiebereich

Für die Energiesysteme als grundlegende Infrastruktur in Bayern, Deutschland, Europa und weltweit hat der digitale Wandel besonders im Kontext des Klimawandels eine besondere Bedeutung. Das Bundeswirtschaftsministerium hat in seinem Eckpunktepapier „Strommarkt“ dazu erklärt:

„Der Strommarkt wird die erste voll digitalisierte
Branche unserer Volkswirtschaft sein.“

Bayern als Flächenstaat ist vor allem wegen seiner regionalen Diversität und seiner heterogenen Netzlandschaft mit regionalen Akteuren gefordert.

Die Themenplattform Digitalisierung im Energiebereich

Zielsetzung der Themenplattform

Die Themenplattform (TP) Digitalisierung im Energiebereich unternimmt übergreifende Aktivitäten in den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Lehre, Gesellschaft und Ausbildung und sieht sich als Bindeglied und thematischer Motor.

Wir wollen aussichtsreiche Ansätze stärken, Kompetenzen der Digitalisierung in Bayern ausbauen, zwischen Akteuren aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft vermitteln, erfolgreiche Konzepte in Bayern verbreiten und verbindliche Leitlinien schaffen.

Das Ziel der TP Digitalisierung im Energiebereich ist es, regionale Effekte der Digitalisierung und Handlungsfelder für den Energiebereich zu verstehen und durch effektive Initiativen für Gelingen der Digitalisierung zu sorgen.

Organisationsstruktur der Themenplattform

Die TP Digitalisierung im Energiebereich wird von einem wirtschaftlichen Sprecher und einem akademischen Sprecher vertreten. Ihre Aufgabe ist es, die TP thematisch und strategisch im Sinne der Digitalisierung auszurichten und die TP Digitalisierung im Energiebereich zu vertreten.

Von Seiten der ZD.B Geschäftsstelle wird die TP Digitalisierung im Energiebereich durch einen Koordinator organisiert. Er kümmert sich um die inhaltliche Ausgestaltung der Aufgabenbereiche der TP Digitalisierung im Energiebereich, in enger Absprache mit den Sprechern und die Verknüpfung mit anderen am ZD.B angesiedelten Aktivitäten. Folgende Personen sind als Vertreter der Themenplattform benannt:

Wirtschaftlicher Sprecher Dr. Roland Hofer Bayernwerk AG
Akademischer Sprecher Prof. Dr. Joachim Schenk Hochschule München
TP.DE Koordinator Maximilian Irlbeck ZD.B

Die TP Digitalisierung im Energiebereich lässt sich folgendermaßen charakterisieren:

Fokus:

Energie-Verteilnetze mit Schwerpunkt auf Stromverteilnetzen, aber unter Einbezug von Wärme-, Kälte- und Gasnetzen im Kontext der Herausforderungen durch die Energiewende. Fokus auf digitale Systeme in den Bereichen Verteilnetze, Integration, Dienstleistung, Markt, Kunden, Netzbetrieb und Verteilte Energieressourcen.

Hauptthema:

Erforschung, regionale Erprobung und Einordnung digitaler Lösungen (Systeme und Services) im Energiebereich im Kontext der Energiewende. Wissenstransfer und Kompetenzvermittlung in Hochschulen, Wirtschaft und Gesellschaft.

Ziel:

Tragfähige, exportfähige und einsatzbereite Bausteine für die Ausrüstung des digitalen Energiesystems in Bayern schaffen – was funktioniert wo?

 

Darüber hinaus zu beachtende Rahmenbedingungen sind durch die Bereiche Regulierung, Recht, Markt, Basistechnologien (z.B. Batteriespeicher, Netzwerk- und Funktechnologien) und Standardisierung gegeben. Sie stehen nicht im direkten Interesse der TP, müssen jedoch in die Arbeit miteinbezogen werden. Die TP betrachtet außerdem anteilig die für die Aspekte des Verteilnetzes wichtigen Teile des Übertragungsnetzes (Hoch- und Höchstspannung und die Großerzeugung), aber auch diese Bereiche liegen außerhalb des Fokus der TP.

Maßnahmen der Themenplattform

Die TP Digitalisierung im Energiebereich widmet sich 4 Aktivitätsbereichen (A1-A4):

A1. Themensetzung & Regionale Umsetzung.
Die TP Digitalisierung im Energiebereich will inhaltliche Akzente setzen, um die Digitalisierung des Energiesystems in Bayern voranzubringen. Das Ziel ist, Notwendigkeiten und Lücken in Forschung und Entwicklung zu thematisieren und Forschungs- oder Entwicklungsaktivitäten anzustoßen. Um Themen auch glaubwürdig anzugehen, will die Plattform durch gezielte Umsetzungsmaßnahmen (z.B. Demonstratoren, Initiativen, ausgewählte Förderprojekte) in Zusammenarbeit mit dem StMWi die Digitalisierung in Bayern aktiv voranbringen und dabei insbesondere auch innovative kommunale Energieerzeuger und Verteilnetzbetreiber als Treiber und Multiplikatoren des Energiewandels einbinden.

A2. Leitlinien & Referenz der Digitalen Energiewende.
Bayern benötigt in der Digitalisierung Leitlinien und Referenzen, um den digitalen Wandel zu lenken und Erfahrungen aus der Forschung und Entwicklung in das breite Feld der Energie zu transportieren. Die TP Digitalisierung im Energiebereich sieht sich als Impulsgeber und Gestalter der Mission, Vision und Strategie in der „digitalen Energiewende“, um bayerische Unternehmen in diesem Bereich fit zu machen und weltweit exportfähige Lösungen zu entwickeln. Die TP Digitalisierung im Energiebereich erarbeitet die dafür notwendigen Leitlinien und Referenzen.

A3. Vernetzung & Bündelung.
Die TP möchte Experten aus Wissenschaft, Forschung, Industrie, Lehre, Öffentlichkeit, Markt und Kommunen zusammenbringen und den Austausch ermöglichen. Diese Vernetzung wird durch unterschiedliche Formate wie Workshops, Expertengipfel, Kamingespräche, Konferenzen, Sommerschulen (verbunden mit der Digital Bavaria Graduate School) erreicht. Die TP Digitalisierung im Energiebereich wird außerdem einen Überblick über Kompetenzen in Bayern unterhalten und Partner der TP aktiv untereinander vernetzen (Anregung bilateraler Gespräche, Vorschlag für gemeinsame Projektanträge, Einladung auf Veranstaltungen).

A4. Kommunikation & Sichtbarkeit.
Die TP Digitalisierung im Energiebereich hat sich zum Ziel gesetzt, für Bayern zu erarbeiten, was die Digitalisierung der Energiesysteme bedeutet. Die TP Digitalisierung im Energiebereich wird Impulse der Digitalisierung in der Energiewende in Form von Veranstaltungen, Publikationen, Demonstratoren und multimedialen Informationsangeboten kommunizieren und einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung stellen. Die Thematik der „digitalen Energiewende“ wird aktiv durch die TP Digitalisierung im Energiebereich in die Öffentlichkeit kommuniziert und die Chancen regionaler Wertschöpfung aufgezeigt.

Fokus und Wirkungskreis der TP Digitalisierung im Energiebereich

 

In Zukunft müssen sehr unterschiedliche Systeme mittels digitaler Technologie interoperabel zusammenwirken, um das Energiesystem versorgungssicher, umweltfreundlich und wirtschaftlich betreiben zu können.

Legacy Systeme aus unterschiedlichen Domänen, die bisher geschlossen betrieben werden konnten, müssen für die notwendige Kommunikation mit anderen Systemen geöffnet werden. Hierzu sind verlässliche, digitale Schnittstellen notwendig.

Daten, die bisher lokal erhoben und ausgewertet werden, können z.B. für Analysen oder Vorhersagen in einem größeren Kontext verarbeitet werden. Hierzu ist digitale Verarbeitung und Kommunikation erforderlich. Digitale Services ermöglichen es, z.B. virtuelle Verbünde zu bilden, Netzbetriebszustände verlässlicher vorherzusagen, Schwankungen in Angebot und Nachfrage besser auszugleichen, Ausbaukosten zu vermindern und erneuerbare Energien besser zu integrieren.

Bitte kommen Sie auf mich zu!

Maximilian Irlbeck

Maximilian Irlbeck, Koordinator der Themenplattform „Digitalisierung im Energiebereich“
Maximilian.Irlbeck@zd-b.de
+49 (0)89 – 24 88 07 -112