Nürnberg, 18. Oktober 2018. 

(c) Text: Bayern Innovativ GmbH

Der Kongress mobilität querdenken führte in diesem Jahr bereits zum 5ten Mal erfolgreich 160 Vor- und Querdenker aus der Automobil- und Mobilitätsbranche, (IT-)Dienstleistungsunternehmen & Softwareunternehmen sowie Kommunen zusammen und zeigte innovative Ideen aus dem Mobilitäts-Ökosystem. Konzipiert und organisiert wurde der Kongress vom Cluster Automotive der Bayern Innovativ GmbH mit Unterstützung durch das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Energie und Technologie sowie dem Zentrum Digitalisierung.Bayern.

ÖPNV – Vertreter, Luftverkehrsexperten, Mitarbeiter der Automobilindustrie, Radvisionäre, Gründer, Wissenschaftler, Industriedesigner, Architekten, Berater, Schienenvertreter gaben spannende Impulse und Denkanstöße dafür, wie die Mobilität in Zukunft besser gestaltet werden könnte.

Und das ist dringend nötig: Pendeln zur Arbeit, Einkaufen, Arztbesuche, Geschäftsreisen, Urlaub, Paketlieferungen, Güterverkehr… unsere Mobilität hat sich in den letzten Jahrzehnten drastisch verändert und mit ihr auch der Verkehr. Aktuell sind 43 Mio. Fahrzeuge in privaten Haushalten zugelassen und die meisten Menschen nutzen diese täglich. Die Folgen: Staus, Lärm- und Schadstoffemissionen, überfüllte Straßen und Parkplätze. Aufgrund zunehmender Urbanisierung spürt man dies besonders stark in den Megacities dieser Welt. „Die Städte platzen aus allen Nähten.“ so Lisa Füting, Corporate Strategy, Audi Business Innovation GmbH.

Mobilität als Dienstleistung

Die gesamte Mobilitätsindustrie arbeitet an Lösungen. Besonders vielversprechend scheinen hier Mobilitätsdienstleistungen wie SmartParking, RideSharing, CarOnDemand, (P2P) CarSharing oder integrierende Mobilitätsplattformen. Denn diese Services wollen die Nutzung von Fahrzeugen effizienter und somit auch nachhaltiger machen. Die Digitalisierung ist hierbei Treiber und Enabler von Innovation und hat bestehende Geschäftsmodelle, bestehende Unternehmen sowie Anbieter und Nachfrager Verhältnisse komplett auf den Kopf gestellt.

Eine interessante APP stellte das StartUP two-ride auf dem Kongress vor. Die Mitfahr-App B2Ride bringt Mitarbeiter unterschiedlicher Firmen in z. B. Stadtbezirken und Gewerbegebieten zusammen. Über Bonusprogramme und Gewinnspiele sollen Mitarbeiter motiviert werden Fahrgemeinschaften zu bilden.

Verkehrsflussoptimierung mit neuen Technologien und Ideen

Wie Quantum Computing dabei helfen kann, den Herausforderungen der Städte zu begegnen, zeigt ein Projekt zur Verkehrsflussoptimierung in Peking. „Statt eine Rechenoperation sukzessive für alle Werte durchzuführen, können Quantencomputer eine Vielzahl möglicher Rechenschritte parallel ausführen. So lassen sich riesige Datenmengen verarbeiten, die uns aktuell als unendlich erscheinen.“ so Dr. Gabriele Compostella, Data Scientist im Volkswagen Data:LAB. Er beschrieb in seinem Vortrag wie Fahrdaten einiger hundert Taxis analysiert und optimale Routen berechnet wurden.

Auch ein StartUP aus dem Bosch Konzern möchte den Verkehrsfluss optimieren und stellte die App Triffix vor. Diese soll den Stuttgarter Verkehrsteilnehmern relevante Streckeninformationen wie beispielsweise Staus oder Unfallmeldungen in Echtzeit zusenden. Die Informationen hierfür sowie Handlungsempfehlungen kommen direkt aus der Verkehrsleitzentrale.

In diesem Jahr fand die mobilität querdenken im Rahmen des digtitalen Festivals Nürnberg statt*.

Bildquelle: Bayern Innovativ GmbH

*Das digitale Festival für die gesamte Metropolregion Nürnberg. Als offenes Netzwerk der digitalen Community verbindet es Menschen und Organisationen aus Wirtschaft, Technologie, Bildung und Kultur. Dabei finden Veranstaltungen, Konferenzen, Aktionen, Workshops und Treffen rund um die zentralen Themen der Digitalisierung und deren Auswirkung auf unser Leben statt.