Institut für Informationssysteme und Softwaretechnik (IFIS) der Universität Passau veranstaltet Workshop zum Thema „Das MonArch-System – ein Werkzeug für semantische Technologien“

Fachvortrag von Prof. Dr. Ulrike Heinrichs und Dipl. Restauratorin Mechthild Noll-Minor über den Einsatz von MonArch an der Brandenburger Domklausur (Bildnachweis: Elora Born)

Am 10. und 11. Oktober 2019 veranstaltete das Institut für Informationssysteme und Softwaretechnik (IFIS) an der Universität Passau einen zweitägigen Workshop zum Thema „Das MonArch-System – ein Werkzeug für semantische Technologien“.

Der Workshop richtete sich an Interessenten aus den Bereichen Restaurierung, Architektur, Denkmalpflege und Kunstgeschichte, sowie aus der Baubranche, der Liegenschaftsverwaltung und der Energieberatung.

Die Veranstaltung stand in einer Reihe mit Workshops zu dem vom IFIS entwickelten MonArch-System, die bereits seit mehreren Jahren angeboten werden. MonArch ist ein Informationssystem, das auf die raumbezogene digitale Dokumentation von Bauwerken und geographischen Flächen spezialisiert ist. Es können sowohl historische Gebäude und archäologische Stätten als auch Bestandsbauten und Flächen umfassend dokumentiert werden. MonArch kann als Informationsbasis für die Restaurierung und Pflege von Gebäuden des Kulturerbes eingesetzt werden und eignet sich ebenso für die Administration und das Management zeitgenössischer Strukturen.  MonArch wird aktuell an vielen historischen Stätten und Bauwerken eingesetzt, darunter bekannte UNESCO Welterbestätten.

Während die vergangenen Veranstaltungen vornehmlich auf die Einführung in die praktische Nutzung von MonArch und die verschiedenen Möglichkeiten zur 2D- und 3D-Repräsentation baulicher Strukturen abzielten, schuf der aktuelle Workshop den Bezug zum Dachthema „Semantische Technologien“. Dabei wurden beispielsweise der Einsatz von Vokabularen und Ontologien für die semantische Auszeichnung und für intelligente Anfragen an den Informationsbestand sowie Ansätze zur Beschreibung von 3D-Bauwerksmodellen am Beispiel der Nürnberger Großkirchen beleuchtet. Die etwa 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzten die Gelegenheit zum intensiven Erfahrungs- und Informationsaustausch.  Live-Demonstrationen der Nutzung von MonArch sowie Informationen zu Neuigkeiten und Zukunftsperspektiven des Systems stellten den Rahmen der Veranstaltung dar. Hochinteressante Vorträge aus verschiedenen Fachgebieten, u.a.  seitens des Deutschen Dokumentationszentrums für Kunstgeschichte – Bildarchiv Foto Marburg (DDK), des Kompetenzzentrums Denkmalwissenschaften und Denkmaltechnologien (KDWT) der Otto-Friedrich-Universität Bamberg und des rheinland-pfälzischen Landesbetriebs Liegenschafts- und Baubetreuung (Niederlassung Trier), boten mit Inhalten aus Wissenschaft und Praxis eine Grundlage für den Gedankenaustausch.

Zusätzlich lieferten Berichte aus dem Projekt „Der Wandmalereizyklus zu den Wissenschaften und Künsten in der Brandenburger Domklausur“ (gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft DFG) sowie dem Projekt „Die Nürnberger Großkirchen – Best Practice für die digitale Erfassung komplexer Baudenkmale – Ein semantisch annotierter Plansatz (NGK)“ anschauliche Informationen zu MonArch in seiner Anwendung.

Übergeordnete Ziele der Veranstaltung waren die interdisziplinäre Vernetzung und der Erfahrungsaustausch. Dieses Format fand wie bereits in der Vergangenheit große Zustimmung und wurde auch für zukünftige Veranstaltungen gewünscht.

Der Workshop wurde in Kooperation mit dem Zentrum Digitalisierung.Bayern (ZD.B) durchgeführt. Die Organisatoren Prof. Dr. Burkhard Freitag (Leiter des IFIS) sowie Dr. Alexander Stenzer (Wissenschaftlicher Mitarbeiter am IFIS) und Anne-Kathrin Böhm (ZD.B) freuen sich über die überaus positiven Rückmeldungen zur Veranstaltung und danken allen Mitwirkenden für den erfolgreichen Workshop.

Über MonArch

Weitere Informationen zum MonArch-System sind unter http://www.monarch-system.de zu finden.