München, 25. Juli 2019. Nach der Pitching-Runde wurden auf der Abschlussveranstaltung der Mobility Innovation Competition @ Campus am 25. Juli 2019 in München die Sieger ermittelt. An dem Wettbewerb der ZD.B-Themenplattform Vernetzte Mobilität konnten Studierendenteams bayerischer Universitäten und Hochschulen teilnehmen, die innovative Ideen zur vernetzten Mobilität der Zukunft entwickelt hatten.

Ausgerechnet am vielleicht heißesten Tag des Jahres endete auch die heiße Phase des MICC-Wettbewerbs. In den Räumen des Münchner Studio Balan traten neun Studierendenteams nochmal an, um zu zeigen, dass sie die seit der Auftaktveranstaltung verstrichene dreimonatige Projektphase sinnvoll genutzt hatten. Dabei war die Anspannung der Teilnehmer*innen merklich zu spüren – es ging schließlich um eine ganze Menge: Insgesamt 40.000 Euro an Preisgeldern sollte die hochkarätige Jury (Sebastian Bock, BayStartUP/ Robin Mager, N-ERGIE IT GmbH/ Jennifer Reinz-Zettler, Cluster Automotive/ Dr. Bernd Rosenbusch, Münchner Verkehrs- und Tarifverbund/ Dr. Heinrich Schäperkötter, Schäffler/ Sophie Stigliano, Urban Standards GmbH/ Prof. Dr. Ulrike Stopka (Vertretung: René Pessier), TU Dresden) am Ende des Abends an die ersten fünf Teams verteilt haben.

Dementsprechend motiviert gestalteten die Teams ihre Pitches. Es galt innerhalb kurzer Zeit noch einmal die Idee zu erklären und dann vor allem die Fortschritte und Learnings der letzten Wochen überzeugend darzustellen. Schnell wurde klar: Alle Teams hatten in kurzer Zeit deutliche Fortschritte erzielt und viel Energie in die Vorbereitung der Präsentationen gesteckt. Sie nutzten die Bühne auf kreative Art und Weise, z.B. in dem sie den Nutzen ihrer Idee mit kurzen Schauspieleinlagen darstellten oder in Form kleiner Anekdoten von ihren ersten Praxiserfahrungen berichteten. Dafür standen pro Vortrag exakt 10 Minuten zur Verfügung, anschließend konnten sowohl Jurymitglieder als auch das Publikum noch einzelne Fragen stellen.

Erfolgreiche Lernkurven

Es zeigte sich, dass die Teams ganz unterschiedliche Erfahrungen gesammelt hatten. Manche hatten Marktforschung betrieben um ihre Idee weiter konkretisiert, andere hatten ihr ursprüngliches Konzept nach ersten Tests verworfen und aufbauend auf den Erfahrungen einen neuen Ansatz entwickelt. Die Bandbreite der Ideen war entsprechend hoch.

Vorgestellt wurden zwei unterschiedliche Ideen für einen nachhaltigeren und effizienteren Transport von Arzneimitteln bzw. kleinen Gegenständen wie Dokumenten, sowie der Entwurf für ein neuartiges, schnell ladbares Elektromotorrad. Außerdem versuchten zwei Teams speziell die Wege von Studierenden durch gezielte Bündelung von Fahrten zu optimieren. Andere Teams präsentierten Ansätze zur Verbesserung der Mobilität von Senior*innen sowie von Menschen im ländlichen Raum oder zu einer datenschutzfreundlichen Erhöhung der Sicherheit im öffentlichen Raum.

In zwei Pausen konnten sich die anwesenden Gäste verschiedener Unternehmen ein detaillierteres Bild von den Ideen der Studierenden machen. Im Rahmen einer Speaker Corners zeigten die Teams erste Prototypen oder Modelle ihrer Ideen. Auf diese Weise bestand die Möglichkeit sich noch intensiver mit den Konzepten vertraut zu machen und erste Kontakte für eine mögliche Weiterentwicklung zu knüpfen. Es ergaben sich zahlreiche lebhafte und angeregte Diskussionen, in denen die Studierenden viel Zuspruch erhielten.

Von der Idee zum Startup

Während sich die Jury nach diesen Programmpunkten zurückzog, um die Platzierung festzulegen, gab Startup Coach Fabian Brunner von BayStartUP Einblicke in den Münchner Businessplan Wettbewerb und die verschiedenen Programme zur Förderung von Gründungsteams in Bayern. Im Anschluss stellte Gründer Tobias Reinerth sein Mobilitäts-Startup RideBee vor. Sehr offen erzählte er wie bei ihm aus einer Idee unter Freunden ein kleines Unternehmen wurde und ermunterte alle Teilnehmer*innen sich ebenfalls diesen Weg zuzutrauen.

Dann wurde es ernst. Die Jury hatte fertig getagt und sich nach ausführlichen, anregenden Diskussionen auf eine Reihenfolge geeinigt. Mit den ermunternden Worten „Manchmal verliert man und manchmal gewinnen die anderen“ leitete Jury-Mitglied Dr. Bernd Rosenbusch die Bekanntgabe der Gewinner ein. Er würdigte ausdrücklich das hohe Engagement und die Vielfalt der eingereichten Ideen, musste aber vier Teams mit einer Ehrung ohne Preisgeld nach Hause schicken. Im Anschluss folgte die Ehrung der fünf Gewinnerteams durch die restlichen Jurymitglieder. Alle teilnehmenden Teams erhielten ein kurzes konstruktives Feedback von der Jury, das Anregungen für die Zukunft gab.

Die Gewinner

Platz 1: Mobilität auf Knopfdruck (15.000 € Preisgeld)

Platz 2: Lamiloo (10.000 € Preisgeld)

Platz 3: Deep Guardian (8.000 € Preisgeld)

Platz 4: Lemi (5.000 € Preisgeld)

Platz 5: Q-Less (2.000 € Preisgeld)

(Erster bis fünfter Platz von links nach rechts)

Der zweite Mobility Innovation Competition @ Campus wurde von der ZD.B-Themenplattform Vernetzte Mobilität gemeinsam mit dem Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie initiiert und ist mit der oben beschriebenen Veranstaltung erfolgreich abgeschlossen. Fragen zum Wettbewerb beantwortet gerne die Koordinatorin der Themenplattform Vernetzte Mobilität, Dr. Mara Cole, weitere Informationen finden Sie außerdem auf www.micc.bayern

München, 25.07.2019: Foto: Lukas Barth-Tuttas