Förderinitiative Masterplan Bayern Digital II – Zukunftsinitiative Digitale Medizin (Förderaufruf I/2018) 2018-06-13T12:59:03+00:00

Förderinitiative Masterplan Bayern Digital II – Zukunftsinitiative Digitale Medizin (Förderaufruf I/2018)

EINLEITUNG

Das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Energie und Technologie ruft im Rahmen der Zukunftsinitiative Digitale Medizin des Masterplan Bayern Digital II dazu auf, Förderprojekte aus dem Bereich der Digitalen Gesundheit/Medizin bis spätestens 07.08.2018, 12:00 Uhr vorzuschlagen.

Ziel der Förderinitiative

Ziel der Förderinitiative ist es, Unternehmen und Einrichtungen eine Spitzenposition im Innovationswettbewerb zu sichern, um Wachstum und Beschäftigung in Bayern sowie den Gesundheits- und Medizinstandort Bayern langfristig zu erhalten und auszubauen. Im Anwendungsgebiet der digitalen Gesundheit/Medizin kommen Schlüsseltechnologien zum Einsatz, die Antworten auf die gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit bieten können. Der Einsatz von Schlüsseltechnologien stellt die Grundlage für eine wachstums- und technologieorientierte Wirtschaft in Bayern dar.

Im Rahmen dieses Aufrufs zur Einreichung von Projektvorschlägen soll der thematische Schwerpunkt der Projekte auf folgenden Themenbereichen liegen (die Einreichung von Projekten, die nicht unter diese Schwerpunkte fallen ist auch möglich):

Pflege: Projekte im Bereich der ambulanten und/oder stationären (Alten-) Pflege. Mögliche Themen sind:

  • Intersektorale Kommunikation/Datenaustausch zwischen ambulanter/stationärer Altenpflege und Haus-/Facharzt
  • Digitale Pflege/Homemonitoring/AAL zur besseren Versorgung von zuhause lebenden Menschen und um zu ermöglichen, dass diese länger im eigenen Wohnumfeld leben können

Telemonitoring/Telecoaching: Mögliche Themen sind:

  • Versorgung von chronisch Kranken im häuslichen Umfeld durch Telemedizin und/oder durch Anwendungen auf Basis künstlicher Intelligenz

Diagnostik/Big-Data: Mögliche Themen sind:

  • Clinical Decision Support Systeme
  • Predictive Modelling/Big Data-Analytik zur Früherkennung und Vermeidung möglicher Eskalationen oder Verhinderung einer Chronifizierung bzw. für eine bestmögliche Therapieoption

Die Förderung soll Forschungs- und Entwicklungsarbeiten (FuE) auf diesen Gebieten anregen und die Umsetzung der Ergebnisse in neue Produkte und Verfahren beschleunigen. Zielrichtung der Vorhaben ist es, die Kompetenz und Effizienz im Gesundheitswesen in Bayern und in Deutschland zu steigern und eine direkte Wirkung bei den Bürgern/Patienten zu erzielen.

Die Ausschreibung richtet sich an Verbünde, die über das Potential verfügen, das Erforschte auch in den Verkehr bringen zu können. Die Einbeziehung und Beteiligung von Leistungserbringern des Gesundheits- und Pflegebereichs (Krankenhäuser, Apotheken, Ärzte, etc.) in die Konsortien ist explizit gewünscht.

Es ist beabsichtigt, bis zu 10 Verbundforschungsvorhaben aus den o.g. Schwerpunktbereichen über einen Zeitraum von bis zu 2 Jahren zu fördern. Für die Förderung im Rahmen dieses Aufrufes stehen für die Vorhaben gemeinsam Fördermittel i.H.v. bis zu 5 Millionen € zur Verfügung.

Förderverfahren

Das Förderverfahren ist zweistufig angelegt. In der ersten Stufe werden von der/dem Koordinator/in des jeweiligen Verbundes Projektskizzen elektronisch (per E-Mail) bei Herrn Sebastian Hilke (sebastian.hilke@medical-valley-emn.de) eingereicht. Die Projektskizzen sollen auch Aussagen zur Auswirkung auf die Gesundheits- bzw. Pflegeversorgung enthalten.

Im Anschluss werden die Projektskizzen von einem unabhängigen und zur Vertraulichkeit verpflichteten Gutachtergremium bewertet. Die abschließende Bewertung durch das Gutachtergremium wird bei einer Anhörung am 24./25. September 2018 aufgrund der Kurzpräsentationen zu den geplanten Vorhaben erfolgen. Kriterien für die Begutachtung sind die Innovationshöhe, das Kommerzialisierungspotential und der Beitrag zur Strategie und/oder Schwerpunktsetzung sowie die Auswirkung auf die Gesundheitsversorgung. Auf der Grundlage der Bewertung werden dann die für eine Förderung geeigneten Projektideen ausgewählt. Die/der jeweilige Koordinator/in wird über den Ausgang des Begutachtungsverfahrens informiert mit der Bitte, diese Information an ihre/seine Verbundpartner weiterzuleiten. Im Falle einer Förderempfehlung findet eine Antragsberatung statt. Innerhalb von 6 Wochen nach dieser Beratung müssen in der zweiten Stufe dann alle Partner eines Verbundes jeweils einen formalen Förderantrag einreichen.

Die formale Projektskizze orientiert sich an der Gliederung in der Anlage.
Die Gewichtung der Gliederungspunkte kann bedarfsgerecht angepasst werden, solange eine Gesamtseitenzahl von 20 Seiten nicht überschritten wird.

Bei der Bearbeitung sind vor allem auch der Innovationscharakter und die Marktabschätzung herauszuarbeiten.

In den Fällen, in denen es in Frage kommt, ist in der Skizze darzustellen, wie das Produkt an die Telematikinfrastruktur des Bundes angebunden werden soll.

Ein Literaturverzeichnis kann als Anhang gegeben werden. Die Skizzen sind in deutscher Sprache zu verfassen.

Ansprechpartner und Downloads

Ansprechpartner:

Sebastian Hilke
sebastian.hilke@medical-valley-emn.de
sebastian.hilke@zd-b.de
+49 (0)9131 – 91617-56

Weitere Informationen erhalten Sie von folgenden Personen:

Marco Wendel
marco.wendel@medical-valley-emn.de
+49 (0)9131 – 91617-48

Maria Marlene Bohrer-Steck
maria.bohrer-steck@zd-b.de
+49 (0)89 – 248807-136

Dr. Christoph Pinkwart
pinkwart@projekttraeger-bayern.de
+49 (0)911 – 20671-618

Vorlage Projektskizze
Medizintechnikrichtlinie