Verbraucherbelange in der Digitalisierung2019-06-05T10:09:35+02:00

 THEMEN­PLATTFORM VERBRAUCHER­BELANGE IN DER DIGITALI­SIERUNG 

 THEMEN­PLATTFORM
VERBRAUCHER­BELANGE
IN DER DIGITALI­SIERUNG 

Die Digitalisierung betrifft Verbraucherinnen und Verbraucher in allen Lebensbereichen. Produkte und Dienstleitungen werden von globalen Unternehmensnetzwerken bereitgestellt, neue Geschäftsmodelle nutzen Datenströme und Algorithmen, die auf Informationen aus immer mehr Quellen zugreifen. Auf Basis dieser Daten werden personalisierte Produkte, Dienstleistungen, Tarife und Preise angeboten und zum Teil weitreichende Entscheidungen getroffen. Die Plattformökonomie wirft mit Konsumenten, die zu Prosumenten werden, und ihrer inhärenten Monopolisierungstendenz neue wirtschaftliche und gesellschaftliche Fragen auf. Diese Zusammenhänge bleiben für Verbraucherinnen und Verbraucher oft undurchschaubar, was das Vertrauen in die Digitalisierung insgesamt schwächt.

Eine vorausschauende Verbraucherpolitik antizipiert diese neuen Fragestellungen und fließt als Querschnittsthema frühzeitig in die Gestaltung sowohl von Politiken als auch von Produkten und Dienstleistungen ein. Das bedeutet sowohl, den heterogenen Informations- und Schutzbedürfnissen von Verbrauchern Rechnung zu tragen, als auch das ökonomische Potenzial verbraucherfreundlich ausgestalteter Produkte zu nutzen.

Entsprechend ist die Zielsetzung der Themenplattform Verbraucherbelange in der Digitalisierung, die frühzeitige Berücksichtigung von Verbraucherbelangen fest und effektiv im Prozess der Entwicklung von Geschäftsmodellen, Produkten oder politischen Rahmenbedingungen zu verankern. Dazu treibt die Themenplattform Verbraucherthemen in der Digitalisierung voran und wirkt als Vermittler zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Verbraucher­organisationen.

Die Digitalisierung betrifft Verbraucherinnen und Verbraucher in allen Lebensbereichen. Produkte und Dienstleitungen werden von globalen Unternehmensnetzwerken bereitgestellt, neue Geschäftsmodelle nutzen Datenströme und Algorithmen, die auf Informationen aus immer mehr Quellen zugreifen.

Es ist die Zielsetzung der Themenplattform Verbraucherbelange in der Digitalisierung, die frühzeitige Berücksichtigung von Digitalen Verbraucherbelangen fest und effektiv im Prozess der Entwicklung von Geschäftsmodellen, Produkten oder politischen Rahmenbedingungen zu verankern. Dazu treibt die Themenplattform Verbraucherthemen in der Digitalisierung voran und wirkt als Vermittler zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Verbraucher­organisationen.

Eine Stärkung der Verbraucher erhöht einerseits das Vertrauen in digitale Produkte und Dienstleistungen. Andererseits sorgt sie für das in einer sozialen Marktwirtschaft notwendige Gleichgewicht aus wirtschaftlichem und sozialem Fortschritt, das durch die Digitalisierung immer wieder in Frage gestellt wird. Bausteine dieses Gleichgewichts sind beispielsweise eine erhöhte Transparenz digitaler Geschäftsmodelle, auf deren Basis Verbraucherrechte effektiver durchgesetzt werden können oder die Sicherstellung echter Wahlfreiheit bei der Anbieterselektion. Eine solche Berücksichtigung von Verbraucherbelangen auf Augenhöhe mit der Wirtschaft ist damit Voraussetzung für eine erfolgreiche, nachhaltige digitale Transformation auf Basis von Menschenwürde und informationeller Selbstbestimmung.

Die oben genannten Ziele können nur durch ein Wechselspiel von Wettbewerb, Regulierung und Verbraucherbildung erreicht werden. Dies ist umso relevanter, da die Digitalisierung mit verschiedenen Zielkonflikten einhergeht, die die Vereinbarkeit von Wirtschafts- und Verbraucherinteressen erschweren. Beispielsweise stehen die Personalisierung von digitalen Produkten und Dienstleistungen in Konflikt mit dem Schutz personenbezogener Daten ebenso wie Sicherheit und Nutzerfreundlichkeit digitaler Produkte oft schwer vereinbar sind. Teilweise sind Ideen für technische oder regulatorische Lösungen in bestimmten Akteursgruppen bereits vorhanden, werden aber nicht in andere Bereiche transferiert. Daher ist es die Arbeitsweise der Themenplattform, stets Wirtschaft, Wissenschaft, Verbraucherorganisationen und Politik gleichermaßen einzubinden. Nur so können Produkte und regulatorische Lösungen entwickelt werden, die die oben genannten, technischen wie normativen Zielkonflikte bestmöglich auflösen.

Themenwolke: Verbraucherbelange in der Digitalisierung

VERANSTALTUNGEN

Alle Veranstaltungen

NACHBERICHTE

Workshop Privacy by Design im Software Engineering an der Hochschule Rosenheim

Rosenheim, 17. Mai 2019. Wird Privacy schon bei der Softwareentwicklung mitbedacht lassen sich viele Fragestellungen des Datenschutzes bereits bei der Entstehung einer Softwarelösung bearbeiten. Diese Idee stand im Zentrum des vierten Privacy by Design-Workshops der Themenplattform Verbraucherbelange, der in Zusammenarbeit mit dem studentischen Innovationslabor der Hochschule Rosenheim stattfand. Die Studierenden der Informatik wurden dabei für Fragen des Datenschutzes sensibilisiert und erhielten einen Einblick in Best Practices für Privacy by Design (PbD).

Von |12.06.2019|

Workshop Privacy by Design im IoT an der Hochschule Landshut

Landshut, 27. Mai 2019. Die Datenschutzgrundverordnung schreibt „Datenschutz durch Technikgestaltung und datenschutzfreundliche Voreinstellungen“ vor. Für Softwareentwickler*innen bedeutet dies neue Anforderungen in ihrem Arbeitsalltag, wobei die Unsicherheit in Bezug auf die Bedeutung der DSGVO im IoT weiterhin relativ hoch ist. Um das zu ändern veranstalteten das Zentrum Digitalisierung.Bayern und das studentische IoT Innovationslabor der Hochschule Landshut den Workshop „Privacy by Design im IoT“.

Von |06.06.2019|
Alle Nachberichte der Themenplattform

THEMENSCHWERPUNKTE

Die TP Verbraucherbelange hat sich seit Anfang 2018 Privacy by Design als Schwerpunktthema auf die Fahnen geschrieben.

Die EU Datenschutzgrundverordnung verpflichtet Unternehmen in Artikel 25 zu Datenschutz durch Technikgestaltung und durch datenschutzfreundliche Voreinstellungen. Diese Verpflichtung basiert auf den Grundsätzen von Privacy by Design und Privacy by Default (PbD).

Es fehlen jedoch Best Practice-Sammlungen und konkrete Anleitungen, wie sich diese Grundsätze in die Praxis übersetzen lassen. Dabei stellt PbD eine wirkungsvolle Methode dar, Datenschutzgrundsätze und -Techniken von Anfang an in die Produkt- und Geschäftsmodell-Entwicklung einfließen zu lassen.

Durch die Beschränkung der Datenerhebung auf das zur Bereitstellung eines Produkts oder Services notwendige Maß können Unternehmen die Komplexität der Datenschutzanforderungen reduzieren und Datenschutz- und Datensicherheitsrisiken minimieren. Der Einsatz von PbD kann dadurch zu einem entscheidenden Vorteil für KMUs bei der Umsetzung der EU DSGVO werden. Die Themenplattform bietet Workshop zur Umsetzung von PbD an und erarbeitet eine branchenspezifische Best Practice Sammlung.

Corporate Digital Responsibility (CDR) ist ein junger Begriff, dessen verschiedene Dimensionen noch nicht letztgültig definiert sind. Im weitesten Sinne bedeutet CDR, dass sich Unternehmen in von der Digitalisierung geprägten Bereichen gesellschaftlich verantwortlich verhalten.

Die verschiedenen Dimensionen von CDR lassen grob in drei Kategorien unterteilen:

  1. Mitarbeiterorientierte CDR, wie z.B. der Verzicht auf umfassendes, digitales Monitoring von Mitarbeitern oder die Unterstützung kontinuierlicher Weiterbildung von Mitarbeitern
  2. Kundenorientierte CDR, wie z.B. über das gesetzlich gebotene Maß hinausgehender Datenschutz, eingeschränkte Nutzung von Tracking und Profiling bzw. diesbezügliche, verbraucherfreundliche Einstellungsmöglichkeiten
  3. Gesellschaftsorientierte CDR, wie z.B. die Förderung von gesellschaftlichem Dialog zu Themen der Digitalisierung, Nutzbarmachung von Datenbeständen für Wissenschaft und Forschung, Einsatz digitaler Technologien im Dienste der Nachhaltigkeit

Die TP Verbraucherbelange hat CDR als eins von zwei Schwerpunktthemen ausgewählt und plant folgende Aktivitäten:

  1. Befragung bayerischer Unternehmen zu CDR: Begriffsbestimmung, Relevanz, derzeitige und geplante Aktivitäten im Bereich CDR
  2. Workshop mit Vertretern aus Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Verbraucherorganisationen zur Begriffsbestimmung und zur Planung von Sensibilisierungsmaßnahmen zu CDR in Bayern
  3. Veröffentlichung eines Whitepapers mit den Ergebnissen der Umfrage und des Workshops
  4. Durchführung von Sensibilisierungsmaßnahmen zu CDR z.B. in Form von Veranstaltungen
  5. Förderung eines Forschungsprojekts zur Evaluation der Wirksamkeit von CDR-Maßnahmen in Unternehmen

Wenn Sie sich auch mit CDR oder PbD beschäftigen und sich zu diesem Thema austauschen möchten, melden Sie sich gerne bei uns!

ANGEBOT

Die Formate der Themenplattform reichen von Vorträgen und Publikationen über Großveranstaltungen bis zu interdisziplinären Workshops und Wettbewerben. Zielgruppe sind dabei stets Verbraucherorganisationen, Wirtschaft, Wissenschaft sowie Politik und Verwaltung.

Außerdem unterstützt die Themenplattform externe Partner dabei, digitale Verbraucherthemen anzugehen. Beispielsweise treten wir als Kooperationspartner bei Veranstaltungen auf, vermitteln Kontakte zu Experten aus Verbraucherforschung und Wirtschaft, und denken gerne mit, wenn Sie ein Verbraucherthema voran treiben wollen, aber noch nicht wissen wie.

Wenn Sie Interesse an einem der Formate haben, Unterstützung zu Verbraucherthemen suchen, oder sich generell mit uns zu Verbraucherbelangen in der Digitalisierung austauschen möchten, melden Sie sich gerne bei uns – oder Sie tragen sich in den Verbraucherbelange-Newsletter ein.

Die Themenplattform veranstaltet eine jährliche Netzwerkkonferenz, um die Akteure aus den oben genannten Gruppen zusammenzubringen. Ziel ist es, einen intersektoralen Dialog zu Verbraucherbelangen in der Digitalisierung anzuregen und die Ausrichtung der Themenplattform Verbraucherbelange zu diskutieren.

Die Erkenntnisse des Themenplattform zum Themenkomplex Verbraucherbelange in der Digitalisierung fließen in ein Themenradar ein, welches die Themenplattform kontinuierlich führt und das einen Überblick zum Thema Verbraucherbelange in der Digitalisierung geben soll.

In Privacy by Design-Workshops vermittelt die Themenplattform Studierenden und Wissenschaftlern sowie Unternehmen Wissen zur konkreten Umsetzung von Privacy by Design.

MASSNAHMEN

Netzwerkkonferenz Verbraucherbelange
Umfrage zu Corporate Digital Responsibility
Privacy by Design-Workshops in den ZD.B-Innovationslaboren

Organisation der Themenplattform

Die Themenplattform Verbraucherbelange in der Digitalisierung wird von den Koordinatoren Dominik Golle und Dr. Christian Thiel in Abstimmung mit den Sprechern und dem Bayerischen Staatsministerium für Umwelt- und Verbraucherschutz (StMUV) gestaltet.

Verbraucherpolitischer Sprecher: Prof. Christian Thorun (ConPolicy – Institut für Verbraucherpolitik)

Wirtschaftliche Sprecherin: Christin Eisenschmid (Intel Deutschland GmbH)

Wissenschaftlicher Sprecher: Prof. Dirk Heckmann (Universität Passau)

Sprechen Sie uns gerne an:

Dominik Golle

Koordinator, Verbraucherbelange in der Digitalisierung

Dominik.Golle[at]zd-b.de
+49 (0)89 – 24 88 071 – 15

Dr. Christian Thiel

Koordinator, Verbraucherbelange in der Digitalisierung

Christian.Thiel[at]zd-b.de
+49 (0)89 – 24 88 071 – 22