Privacy by Design – Vorteile für Unternehmen und Verbraucher*innen2020-05-20T14:18:18+02:00


PRIVACY BY DESIGN –
VORTEILE FÜR UNTERNEHMEN UND VERBRAUCHER*INNEN

Die meisten Unternehmen erheben personenbezogene Daten und wollen diese und damit ihre Kunden schützen. „Privacy by Design“ (PbD) ist ein präventiver Ansatz, der darauf abzielt, Datenschutzrisiken zu begegnen, bevor sie auftreten. Der umfassende Ansatz besteht aus Prinzipien, Managementstrategien und Rezepten für Entwickler (sogenannten „Patterns“), die es zusammen ermöglichen, die Privatsphäre der Nutzer*innen über den gesamten Lebenszyklus von Produkten und Geschäftsmodellen zu schützen.

Durch die Beschränkung der Datenerhebung auf das zur Bereitstellung eines Produkts oder Services notwendige Maß können Unternehmen die Komplexität der Datenschutzanforderungen reduzieren und Datenschutz- und Datensicherheitsrisiken minimieren. Der Einsatz von PbD kann dadurch zu einem entscheidenden Vorteil für KMUs werden – auch bei der Umsetzung der EU DSGVO.

Verbraucher*innen haben mit Privacy by Design mehr Kontrolle, weil sichergestellt ist, dass nur die wirklich notwendigen Daten verarbeitet werden – und dies auch klar kommuniziert wird. Die Themenplattform Verbraucherbelange in der Digitalisierung des Zentrum Digitalisierung.Bayern treibt Aktivitäten zum Thema „Privacy by Design“ daher schwerpunktmäßig voran.

In der Vergangenheit war es notwendig, dass Sprachassistenten alle an sie gerichteten Wörter aufzeichnen und an den Hersteller übermitteln, damit dort per Abgleich mit großen Datenmengen errechnet werden kann, was diese Wörter bedeuten. Mit heutiger Technologie und Rechenpower kann die Spracherkennung aber direkt auf dem Gerät erfolgen, sodass keine Datenübermittlung der Sprachbefehle mehr notwendig ist. Die Sprachbefehle werden rein lokal verarbeitet und nur das Ergebnis, nicht die Stimme selbst, werden übermittelt, um beispielsweise ein Suchergebnis zurückzuspielen. So kann die Sprachaufzeichnung direkt wieder vom Gerät gelöscht werden, ohne dass eine Datenübermittlung stattfindet. Mit diesem Privacy by Design-Ansatz hört dann tatsächlich nur noch der lokale Sprachassistent mit – nicht aber das Herstellerunternehmen.

Sie möchten mehr wissen?

Dann kontaktieren Sie unseren PbD-Experten:

Christian Thiel

Koordinator
Verbraucherbelange in der Digitalisierung

Christian.Thiel[at]zd-b.de
+49 (0)89 – 24 88 071 – 22

VON DER THEORIE …

WHITEPAPER „PRIVACY BY DESIGN ALS WIN-WIN-STRATEGIE FÜR WIRTSCHAFT UND VERBRAUCHER*INNEN“

In unserem Whitepaper (hier herunterladen) haben wir noch einmal klar und kompakt dargelegt, was hinter Privacy by Design steckt, und welche Vorteile ich habe, wenn ich es in meiner Firma einsetze. Verbraucher*innen erfahren, warum es sich für sie lohnt, darauf zu achten, ob ein Unternehmen mit Privacy by Design werben kann.

Von der praktischen Komponente abgesehen gehen wir auch auf die theoretischen Hintergründe ein: Gemäß den Prinzipien von Ann Cavoukian bedeutet PbD, Datenschutz bereits bei der Entwicklung von Produkten und Geschäftsmodellen mitzudenken. Das hat unter anderem den Nutzen, dass nicht im Nachgang kostspielige Anpassungen vorgenommen werden müssen. Stattdessen können durch die Beachtung der PbD-Prinzipien bereits im Designprozess datenschutzrechtliche Vorgaben deutlich leichter und mit geringerem Aufwand implementiert werden.

WHITEPAPER “PRIVACY BY DESIGN ALS WIN-WIN-STRATEGIE FÜR WIRTSCHAFT UND VERBRAUCHER*INNEN

DIE VORTEILE VON PRIVACY BY DESIGN FÜR UNTERNEHMEN

  • Privacy by Design minimiert die Folgen von Cyberangriffen
  • Privacy by Design minimiert Bürokratie
  • Privacy by Design trägt zur Umsatzsteigerung bei
  • Privacy by Design minimiert Compliance Risiken

… ZUR PRAXIS

BEST PRACTICE DATENBANK

Das größte Hindernis in der breiten Umsetzung von Privacy by Design liegt darin, dass in Unternehmen kein Wissen darüber vorhanden ist, wie PbD in ihrer Branche umgesetzt werden kann.

Wir betreiben deshalb die Einrichtung einer Best Practice Sammlung voran: Sie wird konkrete Privacy Patterns enthalten, die von Unternehmen eingesetzt werden können. Die öffentlich verfügbare Webseite ermöglicht dann einen leichten Zugriff auf die Patterns und Best Practices, gegliedert nach Branchen, und mit Anknüpfungspunkte an die entsprechenden Rechtsnormen in der DSGVO.

Mit Kooperationspartnern aus Wissenschaft und Verwaltung sind wir bereits in Kontakt, um die Datenbank mit fundierten und praxiserprobten Patterns zu füllen – und damit deren Einsatz in der Praxis zu beschleunigen.

Wenn Sie wissen möchten, wann die Webseite an den Start geht, abonnieren Sie gerne den Newsletter der Themenplattform Verbraucherbelange und folgen Sie unseren Social-Media-Kanälen:

PRIVACY BY DESIGN-WORKSHOPS

Die Themenplattform Verbraucherbelange trägt das Thema Privacy by Design auch in die Ausbildung: In interdisziplinären, eintägigen Workshops vermitteln wir die gesellschaftliche Relevanz von Datenschutz und Privatsphäre, rechtliche Grundlagen von Datenschutz und Privacy by Design, Theorie und Implementierungsstrategien von Privacy by Design sowie Umsetzungsbeispiele aus der Unternehmenspraxis.

Die Teilnehmer werden durch die Workshops im „Privacy Engineering“ weitergebildet und können dieses Wissen in die praktische Umsetzung ihrer Projekte mitnehmen.

Datenzentrierte PbD Strategien - aus dem Vortrag.

Bisher durchgeführte Workshops richteten sich, in Zusammenarbeit mit den ZD.B-Innovationslaboren, an Studenten Bayerischer Hochschulen. Die Berichte unten geben einen Eindruck vom Ablauf und der sehr positiven Aufnahme der Workshops durch die Studierenden.

Zu unseren Schwerpunktthemen – beispielsweise Smart Home – wollen wir auch künftig Workshops anbieten, und diese auch für Teilnehmer aus Unternehmen öffnen. Kontaktieren Sie uns bitte, wenn Sie Interesse an einer Teilnahme oder Ausrichtung haben!

WEITERE INFORMATIONEN ZU DEN PBD-WORKSHOPS FINDEN SIE HIER

Unsere weiteren Privacy by Design-Aktivitäten

Interview: Being Human with Algorithms

München, 14. November 2019. Dominik Golle und Dr. Christian Thiel, Koordinatoren der Themenplattform Verbraucherbelange des ZD.B, zu Gast bei Dr. Marc-Oliver Pahls Interview-Reihe „Being Human with Algorithms“: Diskutiert wurden zahlreiche Aspekte der digitalen Transformation - darunter auch die Schwerpunktthemen „Privacy by Design“ und „Corporate Digital Responsibility“.

Von |14.11.2019|

Workshop Privacy by Design im IoT an der Hochschule Landshut

Landshut, 27. Mai 2019. Die Datenschutzgrundverordnung schreibt „Datenschutz durch Technikgestaltung und datenschutzfreundliche Voreinstellungen“ vor. Für Softwareentwickler*innen bedeutet dies neue Anforderungen in ihrem Arbeitsalltag, wobei die Unsicherheit in Bezug auf die Bedeutung der DSGVO im IoT weiterhin relativ hoch ist. Um das zu ändern, veranstalteten das ZD.B und das studentische IoT Innovationslabor der Hochschule Landshut den Workshop „Privacy by Design im IoT“.

Von |06.06.2019|
WEITERE INFORMATIONEN ZU DEN AKTIVITÄTEN DER TP VERBRAUCHERBELANGE FINDEN SIE HIER

Die Themenplattform Verbraucherbelange in der Digitalisierung

Sprechen Sie uns gerne an:

Dominik Golle

Koordinator Verbraucherbelange in der Digitalisierung

Dominik.Golle[at]zd-b.de
+49 (0)89 – 24 88 071 – 15

Christian Thiel

Koordinator Verbraucherbelange in der Digitalisierung

Christian.Thiel[at]zd-b.de
+49 (0)89 – 24 88 071 – 22