Themenplattform Digitales Landmanagement2019-10-01T13:24:32+02:00

THEMENPLATTFORM DIGITALES LANDMANAGEMENT

Nicht viele Themen betreffen jeden einzelnen, egal ob Verbraucher oder Landwirt, so wesentlich wie die Entwicklung der Landwirtschaft als Grundlage für unsere Ernährung. Viele Entscheidungen, an dieser Schnittstelle zwischen Natur und Gesellschaft, beeinflussen die Art und Weise wie wir zukünftig auf diesem Planeten leben werden. Es gilt daher Konzepte für die Lösung großer Herausforderungen, wie Klimakrise oder Ressourcenschutz, zu entwickeln und gleichzeitig die Erzeugung von hochwertigen Lebensmitteln sowie die Zukunftsfähigkeit der bayerischen Landwirtschaft zu sichern. Einen gangbaren und vielversprechenden Weg dafür bietet die Digitalisierung.

Die Nutzung digitaler Technologien darf dabei nicht zur Zwei-Klassen Gesellschaft führen. Auch bäuerliche Familienbetriebe sollen von den Chancen profitieren und mögliche neue Geschäftsfelder erschließen können. Kernpunkte der Themenplattform Digitales Landmanagement sind daher Fragestellungen zum Datenmanagement in der landwirtschaftlichen Wertschöpfungskette und zur Datennutzung für Ressourcenschutz, Tierwohl und Nachhaltigkeit in der Kulturlandschaft.

Jeder von uns verbindet mit der Digitalisierung der “grünen Branche” unterschiedliche Bilder und Begriffe. Es wird dabei schnell klar, dass sich viele Chancen aber auch kritische Fragen zum digitalen Wandel ergeben. Auf den Punkt gebracht, handelt es sich bei der Digitalisierung um die technische Aufbereitung von Informationen. Diese können später helfen betriebliche Entscheidungen abzuleiten.

Dieser Trend ist schon seit langem in der Landwirtschaft angekommen. Es finden hier immer mehr digitale Technologien oder darauf aufbauende Systeme Verwendung.
Das digitale Landmanagement liefert viele prozess- und verfahrenstechnische Ansätze z.B.:

  • zur Reduzierung des Dünge- und Pflanzenschutzmitteleinsatzes
  • zur Verbesserung der Tierbetreuung und des Tierwohls
  • zur Nutzung von Daten zum Ressourcen- und Artenschutz in der Kulturlandschaft
  • zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen und der Wettbewerbsfähigkeit von bäuerlichen Familienbetrieben

Anwendungen auf mobilen Endgeräten, Sensoren auf den Feldern und im Stall, intelligente, halb- oder vollautonome Maschinen, Drohnen und Roboter, cloudbasierte Farm-Management-Systeme, etc. – die Liste der bereits existierenden und möglichen Anwendungen lässt sich beliebig fortsetzten. Einen ersten Schritt in das digitale Zeitalter stellte das Precision Farming dar, hierzu zählt der Einsatz von Sensoren zur Optimierung der Betriebsmittelnutzung. Danach folgte das Smart Farming, die Nutzung von Datentechnologien zur Unterstützung bei Entscheidungsprozessen. Beide Methoden zusammen führen zum Digital Farming.

Dies bedeutet die vollständige Integration der Digitalisierung in das Geschäftsmodell der Landwirtschaft. Es geht nun nicht mehr um die isolierte Nutzung einzelner Technologien, sondern um das kombinierte Anwenden und das Erarbeiten von Strategien. Als Folge werden sich neue, miteinanderverbundene, digitale Ökosysteme bilden. Dies ermöglicht allen Akteuren der landwirtschaftlichen Wertschöpfungskette sich horizontal und vertikal zu vernetzen.

               Vernetzung im Landmanagement

Aufgabe der Plattform Digitales Landmanagement ist es diesen Prozess als Ideengeber und Koordinator zu begleiten. Durch eine enge Verknüpfung der Akteure in den beteiligten Wertschöpfungsketten sollen Impulse weitergeleitet und Synergieeffekte genutzt werden. Agrarwissenschaftliche Fragestellungen können so mit technischen und organisatorischen Optionen im Sinne der Betriebe und der Gesellschaft gelöst werden.

Mit Hilfe moderner Datenerfassung und normativer Datennutzung besteht die Chance, soziale, ökologische und ökonomische Standards der Nachhaltigkeit zu vereinbaren und zu verbessern.

Das Nachhaltigkeitsdreieck: Der Dreiklang von Sozialem, Ökologie und Ökonomie

Ziel ist die Gestaltung eines effizienten und ressourcenschonenden Landmanagements aus Sicht aller relevanten Stakeholder. Dies alles unter ständigem Blick auf die Vielfalt der bayerischen Kulturlandschaft, mit ihren traditionellen Landwirtschaftsbetrieben, soll letztlich eine zielgerichtete und vernünftige Anwendung von Digitalisierungsmaßnahmen unterstützen.

Warum die Bezeichnung digitales Landmanagement und nicht digitale Landwirtschaft?

Der Begriff digitales Landmanagement wurde bewusst gewählt, um das Themenfeld weiter zu fassen als dies bei digitaler Landwirtschaft der Fall wäre. Digitales Landmanagement umfasst die Kulturlandschaft und natürliche Ressourcen als Ausgangspunkt der Landnutzung und beschäftigt sich mit den technologischen Möglichkeiten von Digital Farming bis zur Verwendung der erzeugten Produkte beim Endkonsumenten.

AKTUELLE VERANSTALTUNGEN

Alle Veranstaltungen

AKTUELLES

Landwirtschaftliche Beratung neu gedacht!

Garching, 6. November 2019. Die Digitalisierung bewegt die Welt und so auch die Landwirtschaft und deren Organisationen. Es gibt bereits einige Bestrebungen unter den Verbänden und Selbsthilfeeinrichtungen der bayerischen Landwirtschaft, digitale Hilfen und Angebote für die Landwirte und Landwirtinnen zu entwickeln. Vor diesem Hintergrund lud die Themenplattform „Digitales Landmanagement“ zum fachlichen Austausch nach Garching ein.

Von |06.11.2019|Kategorien: Nachberichte|Schlagwörter: , , , , , |0 Kommentare

Freistaat fördert digitale Investitionen im Bereich der Landwirtschaft

Garching, 14. Oktober 2019. Der Freistaat Bayern fördert mit dem Bayerischen Sonderprogramm Landwirtschaft Digital Investitionen im digitalen Bereich, die vor allem das betriebliche Management optimieren, die Umweltverträglichkeit verbessern, das Tierwohl steigern und die Wettbewerbsfähigkeit erhöhen.

TP Landmanagement: Erstes Strategierat-Treffen mit neuen Sprechern

München, September 2019. Was treibt die Digitalisierung in der Landwirtschaft und wie kann sie die unterschiedlich aufgestellten Betriebe unterstützen? Mit dieser Frage beschäftigt sich die Themenplattform Digitales Landmanagement als neue wirtschaftliche Initiative am Zentrum Digitalisierung.Bayern (ZD.B).

Von |19.09.2019|Kategorien: News|Schlagwörter: , |0 Kommentare

SMART FARMING

Wie digital ist die Landwirtschaft?
Welche Herausforderungen ergeben sich für landwirtschaftliche Betriebe?
Im neuen ZD.B Podcast sprechen wir mit Prof. Liggesmeyer, Leiter Fraunhofer IESE und Sprecher der TP Digitales Landmanagement.

ANHÖREN

ANGEBOT

Zielgruppe: Wirtschaft, Wissenschaft, Politik, Verbände, Selbsthilfe- und Erzeugerorganisationen und Verwaltung

Was wir tun: Vorträge, Publikationen, Großveranstaltungen, Workshops, Wettbewerbe

Wie wir Sie unterstützen: mit Kooperation bei Veranstaltungen, mit Kontakten zu Experten, als Impulsgeber und Mitdenker, als Gestalter eines Netzwerkes, Unterstützer hinsichtlich Fördermöglichkeiten

Organisation der Themenplattform

Sprecher

Wissenschaftlicher Sprecher:

Prof. Dr.-Ing. Peter Liggesmeyer, (TU Kaiserslautern & Fraunhofer IESE)

Wirtschaftlicher Sprecher:

Dr.-Ing. Heribert Reiter, (AGCO GmbH)

Koordinator

Christian Metz

Christian Metz Koordinator TP Digitales Landmanagement

Ich freue mich auf Ihre Kontaktaufnahme

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