Workshop “Digital lernen – aber wie?”

Garching, 26. Oktober 2017

Der Workshop als erster einer Reihe hatte das Ziel eine Strategie für die Positionierung der Themenplattform „Digitalisierung in Bildung, Wissenschaft und Kultur“ zu entwickeln, um die vorhandenen Möglichkeiten effektiv zu nutzen.

Das ZD.B will keine fachinternen Diskussionen weiterführen, für diese gibt es bereits Gremien, Initiativen, Forschungsgruppen oder Institute. Ziel des ZD.B ist es vielmehr, den Fokus zu erweitern. Es kombiniert in seinen Veranstaltungen die Gesprächspartner neu und bietet dadurch eine Austauschplattform, um auf die sich rasch ändernden Anforderungen zu reagieren und neue bzw. veränderte Impulse zu kommunizieren.

 

Handlungsfelder im Bereich digitale Lernmedien definiert

In der Geschäftsstelle des ZD.B kamen deshalb für einen halben Tag Vertreter der Medienpädagogik, der Fachdidaktik, der Lehrerverbände, der Stiftungen, Verbände, Kommunen, der Schulbuchverlage und junger Start-ups sowie des Wissenschaftsministeriums zu intensiven Diskussionen zusammen.

Einzelne Lernmedien aus dem Bereich der Geisteswissenschaften gaben die Impulse in den sechs Diskussionsgruppen, im Jahr 2018 soll eine thematisch bereits enger fokussierte Folgeveranstaltung die MINT-Fächer ins Zentrum stellen. Der erste Workshop der jungen Themenplattform diente dem Informationsaustausch zum Status quo in den verschiedenen Initiativen, der Identifikation vergleichbarer Probleme und gemeinsamer Ziele. Im Zentrum der Diskussionen aber stand vor allem die Benennung relevanter Handlungsfelder für die Themenplattform Digitalisierung in Bildung, Wissenschaft und Kultur des ZD.B im Bereich digitale Lernmedien. Mögliche Handlungsfelder könnten hier – so die Anregung aus den Diskussionen – darin liegen, die Mehrwertdiskussion, die nicht mehr neu geführt werden müsse, in die Breite bzw. in die Schulen zu tragen. Die Aufklärung über Sinn und Möglichkeiten digital unterstützten Lernens solle z.B. durch Veranstaltungen befördert werden. Die Notwendigkeit der Bereitstellung von Orientierungshilfen für bayerische Lehrkräfte wurde betont, gerade was die Angebote digitaler Lernsoftware, z.B. im App-Store angeht. Es kam auch die Frage nach möglichen bzw. notwendigen Schnittmengen, Schnittstellen und Kooperationsformen zwischen Mebis und weiteren Landesmediendatenbänken auf.

 

Organisation von Netzwerkveranstaltungen angeregt

Auf dieser Grundlage wurde als eine künftige Aufgabe der Themenplattform die Organisation thematisch eng gefasster und zielorientierter Netzwerkveranstaltungen angeregt, auf denen Fragen wie beispielsweise Lehrmittelzulassung, rechtliche Rahmenrichtlinien, Meinungsbildung durch neue Medien oder die mögliche Rolle von VR im Unterricht gestellt und mit Experten diskutiert werden können. Weiterhin wurden ein Dialog zwischen Vertretern der Wirtschaft und dem StMBW sowie Veranstaltungen speziell zur Vernetzung mit Schülerinitiativen als relevantes Handlungsfeld für die Themenplattform Digitalisierung in Bildung, Wissenschaft und Kultur gesehen.

Die Veranstaltung ließ erkennen, wie die Plattform bei gezielter Weiterentwicklung zu einem wichtigen Werkzeug für die Digitalisierung in Bildung, Wissenschaft und Kultur werden wird.

By | 2018-02-22T15:58:45+00:00 13.12.2017|