Rosenheim, 25. Oktober 2019. Bereits zum zweiten Mal fand die X-Conference an der TH Rosenheim statt, die das Zentrum Digitalisierung.Bayern in diesem Jahr als Partner mit ausrichtete. Der Fokus der Konferenz lag in diesem Jahr auf dem Thema “Künstliche Intelligenz und die Auswirkungen auf die Arbeitswelt”.

Die digitale Transformation verändert unsere Welt in einem bisher nicht dagewesenen Tempo und Ausmaß. Davon sind fast alle Unternehmen betroffen – unabhängig von Branche und Größe. Die X-Conference an der Technischen Hochschule Rosenheim bietet ein Podium für den Austausch zwischen Firmen, Forschenden, Studierenden und Schüler*innen. Nachdem Künstliche Intelligenz das Thema des Wissenschaftsjahres 2019 ist, stand auch die diesjährige X-Conference unser Motto “So verändert Künstliche Intelligenz die Arbeitsweise von heute und morgen!”.
Wie wirkt sich Künstliche Intelligenz auf die Art aus, wie wir arbeiten? Mit dieser Frage beschäftigt sich auch die Themenplattform Arbeitswelt 4.0 des Zentrum Digitalisierung.Bayern, das als Partner vor Ort über seine aktuellen Aktivitäten informierte.
Neben den Vorträgen am Vormittag mit namhaften Referenten konnten die Teilnehmenden die Themen am Nachmittag im Rahmen eines interaktiven Barcamp weiter diskutieren.

Zu Beginn der Konferenz begrüßten Prof. Dr. h.c. Heinrich Köster, Präsident der Technischen Hochschule Rosenheim, Prof. Dr. Gerd Beneken, Leiter des Studiengangs Informatik und Leiter der Innovationslabore für Studierende der Hochschule, Prof. Dr. Stephanie Kapitza von der Fakultät für Betriebswirtschaft und Sarah Baumann, Management Digitalisierung und Innovation Technische Hochschule Rosenheim die Konferenzteilnehmer*innen und führten in das Thema der Veranstaltung ein.

Mit hochkarätigen Sprecher*innen startete der erste Teil der X-Conference

“Künstliche Intelligenz – sind wir bereit?” war die Fragestellung, der Keynote Speech von Anna Kopp, Head of IT, Microsoft Deutschland. Während Ihres Vortrags ging Sie auch auf die Arbeitswelt von morgen ein und zeigte auf, das Menschen verstärkt neue Skills für ihren Job benötigen. Laut einer Studie werden bspw. 65% derjenigen, die heute Studierende sind, zukünftig Berufe ausüben, die es aktuell noch nicht gibt.

Alain Veuve, Gründer und CEO des Machine Learning Robo-Accounting Start-Ups Parashift AG und Gründer des digitalen Steuerberaters Accounto AG, setzte sich in seinem Vortrag zum Thema Keynote “Künstliche Intelligenz existiert eigentlich (noch) nicht!“ kritisch mit der allgemeinen gesellschaftlichen Bedeutung von KI auseinander.

Prof. Dr. Gunter Dueck, ehemaliger CTO IBM Deutschland und heute Autor und Blogger (omnisophie.com), betonte in seinem unterhaltsamen Vortrag “Wie beeinflusst und verändert KI die Arbeitswelt?”, die Bedeutung von Kompetenzen und Knowhow von Mitarbeiter*innen zur Lösung  komplexer Fragenstellungen im Zusammenhang mit dem Einsatz von KI.

In seiner abschließenden Keynote “Ein Märchen von Übermorgen – oder KI for Dummies” ging Julian Kramer, Chief Experience Ambassador und Speaker, Adobe EMEA, auf Maschinelles Lernen als Teilbereich der Künstlichen Intelligenz ein. Er stellte nicht nur die unterschiedlichen Arten des Maschinellen Lernens vor, sondern beleuchtete auch die Herausforderungen, die dieses Thema mit sich bringt.

Spannende Themenvielfalt beim Barcamp

Systeme und Anwendungen, die auf Künstlicher Intelligenz basieren, sind schon heute vielfach Bestandteil unseres Lebens: Industrieroboter, die schwere oder eintönige Arbeiten übernehmen oder smarte Computer, die in kurzer Zeit riesige Datenmengen verarbeiten können und damit für Wissenschaft und Forschung unverzichtbar sind. Ganz abgesehen von virtuellen Assistenzsystemen, die zu unseren täglichen Begleitern geworden sind. Digitalisierung und Automatisierung werden in Zukunft weiter fortschreiten. Welche Chancen gehen damit einher? Und welchen Herausforderungen müssen wir uns stellen? Was bedeutet dies für die Arbeitswelt und die Ausbildung von morgen? Welche Auswirkungen hat diese Entwicklung auf unser gesellschaftliches Miteinander?

Über diese Fragen rund um die Themen KI und Arbeitswelt von morgen diskutierten die Teilnehmenden im zweiten Teil der Konferenz im Rahmen eines Barcamps. Bei diesem Format gestalten die Teilnehmenden selbst die Inhalte in Form von Vorträgen, Workshops, Frage- und Diskussionsrunden. Dieses Format ermöglicht den Teilnehmenden, sich offen auszutauschen und voneinander bzw. miteinander zu lernen.

Beim abschließenden Get-together blieb ausreichend Zeit, sich über die Inhalte der Konferenz, Eindrücke und Impulse der Keynotes und des Barcamps auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen.

Fotocredits: X-Conference